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Ittlinger Derby-Schach: Ostermann verteilt die Sättel und setzt den Union-Sieger auf die Bank!
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Ittlinger Derby-Schach: Ostermann verteilt die Sättel und setzt den Union-Sieger auf die Bank!

Köln / Hamburg. Wer im Rennsport ganz oben mitspielen will, braucht nicht nur schnelle Pferde, sondern auch ein glückliches Händchen beim Jockey-Schach. Manfred Ostermann hat für sein Gestüt Ittlingen pünktlich zum IDEE 157. Deutschen Derby am kommenden Sonntag die Würfel fallen lassen. Mit dem Union-Sieger Englishman und dem Meilen-Spezialisten Loucas schickt Ittlingen gleich zwei heiße Eisen auf die wichtigsten 2400 Meter des Jahres in Hamburg-Horn.

Spannend wird es allerdings, wenn man sich anschaut, wer am Sonntag die Farben des Gestüts auf der Bahn vertritt. Da zeigt sich nämlich die ganze, unbarmherzige Härte der Stallpolitik.

Die Stalljockey-Regel schlägt zu: Vogt rein, Crublet raus!

Die größte Überraschung gibt es im Sattel des von Marcel Weiß trainierten Englishman. Der Nathaniel-Sohn hatte erst kürzlich unter dem französischen Nachwuchsstar Enzo Crublet die renommierte Union in Köln gewonnen. Eigentlich die perfekte Empfehlung für das Blaue Band. Doch Pustekuchen! In Hamburg übernimmt Stalljockey Sibylle Vogt das Kommando. Wie Besitzer Ostermann durchblicken ließ, kennt Crublet diese strikte Stallregel zwar aus seiner Heimat Frankreich, aber gefreut haben dürfte er sich über den Platz auf der Tribüne wohl kaum. Tja, erst die Arbeit, dann das Vergnügen – nur das Vergnügen hat am Sonntag eben eine andere.

Hammer-Hansen im fliegenden Wechsel zu Loucas

Das zweite Ittlinger Eisen im Feuer, Loucas (trainiert von Waldemar Hickst), sichert sich ebenfalls prominente Unterstützung. Hier wird der amtierende Champion Thore Hammer-Hansen in den Sattel steigen. Der war eigentlich schon fest für Pashang gebucht, wechselt nun aber kurzfristig auf den Best Solution-Sohn. Damit der Feinschliff auch wirklich sitzt, darf Hammer-Hansen am Montagmorgen schon um unchristliche 6:40 Uhr zur Morgenarbeit im Weidenpescher Park antreten. Da schmeckt der Kaffee danach doch gleich doppelt so gut!

Fazit: Das Gestüt Ittlingen meint es ernst und stellt sich für das wichtigste Rennen des Jahres strategisch bestens auf. Ob die strikte Stallordnung Früchte trägt oder ob am Ende der ausgebootete Enzo Crublet den Hamburg-Trip mit einem weinenden Auge vor dem Fernseher verbringt, wird der Sonntag zeigen. Die Karten sind gemischt, die Jockeys verteilt – möge das Derby-Spektakel beginnen!

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